Bürgerversammlung
Sichtlich am dörflichen Leben interessierte Flögelner Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung zu einer Bürgerversammlung ins Jan-Christopher-Hus, dem Heimathaus des Heimatvereins. Sie sollte hauptsächlich der Vorstellung der Bewerberinnen und Bewerber um Mitgliedschaft im neu zu wählenden Ortsrat dienen. Vorgesehen waren aber auch Informationen über die Erweiterung des Windparks und das neue Dorfentwicklungsprogramm „Dorfregion Ahlenmoor“.
Im Namen des Ortsrates begrüßte Ortsbügermeister Claus Seebeck, zugleich Landtagsabgeordneter der CDU, hocherfreut knapp 100 Gäste, die der Einladung gefolgt waren und die alte Diele bis auf den letzten Platz füllten.
Wahl für Ortsrat
Neun Personen bewerben sich um eine Mitgliedschaft im Ortsrat, der am Ende aus fünf Personen bestehen wird. Während Claus Seebeck und Volker Meyer bereits dem gegenwärtigen Ortsrat angehören und sich erneut zur Wahl stellen, kandidieren erstmals Thomas Kroll, Rektor a.D. (SPD, aus persönlichen Gründen nicht anwesend) und Simon Wilkening, Leiter Marketing (Grüne).
Für die Wählergemeinschaft treten an: Maria Preisler, Lehrerin, Christian Mangels, Hafenarbeiter, Liane Wörmcke, Verkäuferin, Conny Bensen, Fachkrankenpfleger und Janek Wöhlke, Leichtbauingenieur.
Mit großem Applaus bedankten sich die Gäste bei jedem Bewerber nach deren persönlicher Vorstellung. Allen war der Wunsch anzumerken, sich engagiert und mit eigenen Ideen und Vorstellungen in das dörfliche Leben einbringen zu wollen. Seebeck zeigte sich insbesondere erfreut über die Anzahl der Bewerber. Auch wenn nicht alle in den Rat einrücken können, zeugen sie von dem Wunsch, das Leben in dem liebenswerten Ort mitzugestalten.
Windenergie
Eine Sprecherin der Energiekontor AG informierte über die im Entwurf des Raumordnungsprogramms des Landkreises für die Gemarkung Flögeln ausgewiesenen Flächen für Windenergie. Denkbar ist allerdings, dass diese erweitert werden müssen, um die staatlichen Vorgaben von 3% der Gesamtfläche des Kreises zu erfüllen. Insgesamt ist die Thematik unumstritten, weil mögliche Beeinträchtigungen wie Lärm nicht zu erwarten sind. Fraglich ist zudem, ob die neu ausgewiesenen Flächen wegen zu geringer Größe überhaupt wirtschaftlich nutzbar sind. Das bedarf einer eingehenden Prüfung und Bewertung.
Dorfentwicklungsprogramm
Größeres Interesse als die Windenergie rief während der Versammlung die Thematik Dorfentwicklung hervor. Im Juli dieses Jahres nahm nach vorangehender Bewerbung und dank tatkräftiger Unterstützung durch die Stadt Geestland und die Gemeinde Land Hadeln die Landesregierung die Dörfer Neuenwalde, Krempel, Wanna, Nordleda und Flögeln unter der Bezeichnung „Dorfregion Ahlenmoor“ in das begehrte Dorfentwicklungsprogramm auf. Dieses Programm bietet unzählige Chancen für öffentliche und private Investitionen, um die Lebensumstände von Stadt und Land anzugleichen. Unter der Federführung des Amts für regionale Landesentwicklung werden die Gemeinden in Kürze einen Arbeitskreis bilden. Er wird Ideen sammeln und Vorhaben priorisieren. Nicht jeder Wunsch ist unmittelbar realisierbar. Das Programm läuft jedoch über mehrere Jahre, so dass auch anfangs nicht zu verwirklichen erscheinende Vorhaben eine Chance bekommen können.
Die abschließende Gesprächsrunde nutzen einige Einwohner, um kleinere, sie bewegende Probleme vorzutragen, deren Lösung, soweit denkbar, der Ortsbürgermeister zusagte. Am Ende dankte er dem Heimatverein, der das Haus zur Verfügung gestellt und für eine Bewirtung mit Getränken gesorgt hatte, äußerte den Wunsch nach einer regen Wahlbeteiligung am 13. September und beendet das ungewöhnlich lebhafte Treffen mit einem Dank an alle Anwesenden für die Beteiligung.